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// Artist Info
1998 sind torchous der Berliner Independentszene entsprungen, spielten vielzählige Konzerte im ganzen Land zusammen mit Bands wie sensefield, cable car theory, kevlar, slowride, pale, pleasure forever, sometree, delbo und das zuckende vakuum. 2001 veröffentlichten sie die EP rock beat break in Eigenregie. Im Mai 03 wurde das Album cut the plans veröffentlicht, aufgenommen unter der Regie des Berliner Produzenten Anton K. Feist.
In 1998, Torchous arose from the indie scene of Berlin. They played a lot of shows all over the country, joining forces with bands like sensefield, cable car theory, kvlr, slowride, pale, pleasure forever, sometree, delbo and das zuckende vakuum. In 2001 they released the EP "Rock, Beat, Break". In May 03 the debut album "Cut The Plans" was released, having been recorded under the direction of Berlin producer Anton K. Feist.
// Press
PRESS COMMENTS:
...Torchous, also Thomas, Pierre, Roon und Uwe, lassen sich im Aufbau ihrer Songs viel Zeit. Es geht
ihnen meist um das langsame Aufbauen und Abklingen. lassen ihrer von fetten Bass- und Gitarrenlinien
dominierten Musik, die in der tollen, weil viel Raum atmenden Aufnahme ihre Ruhe findet. Selbst dann,
wenn es mal etwas zackiger zur Sache geht, wie gleich im zweiten Stück »Straight Story« oder gegen
den Strich gebügelt wird, meist rhythmisch. An vielen Stellen erinnert vor allem der Gesang dezent
an z.B. Motorpsycho und auch die Vielschichtigkeit der Songs, das immer-einen-draufpacken-müssen,
hier noch ein Part, dort noch eine Schippe Bridge, drängt manchen Vergleich zur wilden Zeit der
Norweger auf. Gespickt mit einer Portion Postrock/Zeit und vor allem Noise/Angst Zeit zu verlieren.
Tolle Band, immer auf der Suche nach dem Sinn, dem Ausweg aus dem eigenen ausgebrannt-sein und
der Verzweiflung, in die es sich doch so wunderbar reinsteigern lässt, wenn man weiß, dass das
alles doch bloß Stimmungen sind, die dem zerdehnten aber durchaus aber durchaus brachialen
Sound die Portion Emotion geben, die er braucht. Augenzwinkernde Selbstgeißelung ohne
Hoffnungslosigkeit statt Zwangsparty. Wenn dem so ist...als ungebrochener Selbstzweifel
verstanden wären die Texte jdoch mein einziger Kritikpunkt. Wenn. Ansonsten: Beieindruckende
Platte, die nichts wirklich Neues macht, aber das so gut, dass man ihr u.a. für das letzte Stück »neus«
einen Orden verleihen sollte. Einfach so...
[SPEX 7/03 (Uwe Viehman)]
Endlich mal eine Band die die Vorsilbe »Post« verdient. Rockmusik wird weiterentwickelt,
inflationär verwendete Modeattribute wie Postrock oder Postmodern passen. Schon der Titel »Cut the plans«
macht deutlich, hier wird nicht eindimensional gearbeitet, hier wird sich geöffnet, dezentriert und nachgedacht.
So fließen manchmal die Lieder ineinander, wie das Intro in das folgende »Straight Story«, so
wird mal verkopft und im nächsten Moment sehr harmonisch komponiert. Aus zehn Liedern entsteht ein
Gesamtkunstwerk, das den Torchous–Kosmos in seinen unterschiedlichsten Facetten zeigt. Instrumente
und Gesang verschmelzen. Die hohe Basspräsenz unterstreicht das düstere Bild von »Cut the plans«.
Auf lange komplexe Instrumentalparts und melodiöse Gesangsparts folgt ein schreiendes, alles zerstörendes
Inferno, um letztlich wie die Ruhe nach dem Sturm zu enden. Slint spielen Breach Songs. Die Band Torchous
schafft bleibende Eindrücke, und verweigern sich gleichzeitig dem Song, ob absichtlich oder nicht, es tut gut.
Refrains waren gestern. Dahinter steht das Label Sinnbus, das sich auch nicht unbedingt in die üblichen Marktmechanismen
pressen lässt. Die Sachen werden selbst in die Hand genommen, Konzerte werden zu Happenings, Platten zu Werken,
die verstanden werden wollen, vom Optischen zum Akustischen. Do it yourself auf höchstem Niveau und mit Dischord
Records ein Orientierungspunkt auf den sich alle einigen können?! Vielleicht...
[11pm. 8/03 (andreas bock)]
Gitarrenrock/Rockgitarre. Emo oder so, krumm getaktet und schön.
Torchous-Album Nummer 2 gestikuliert groß und wild. Ist laut und bei sich selbst.
Explodiert sanft und kann gut küssen.
Nur schwer bekomme ich die Tür zu, nicht groß genug sind die vorhandenen
Kuhhäute: diese Band hat in den letzten Jahren beeindruckend große Schritte gemacht.
Mit der okayen Rockmusikband, bekannt von zahlreichen Berliner
Jugendgitarrenfestivitäten, haben Torchous, so scheint`s, nur mehr das Personal
gemein. So viel passiert hier auf einmal, so sorgfältig wurde hier arrangiert.
Sich vorsichtig umspielende Instrumente, die sich weißgott nicht zu schade sind,
auch mal im Verein drauflos zu prügeln.
Ich = beeindruckt.
Auf Wiedersehen, Jugendmusikersolidarität. Guten Tag, Interesse. Hallo, Fantum.
[tonspion.de]
Erdbeerharmonien und Küssen. Tanzmusiktitel und Na-wo-ist-die-eins-Rhythmen. Handgemachte Loops
und Instrumenteaneinanderreiben. Und Klasse. Und Stil. Und noch mehr von beidem. Auf dem kleinen
Berliner Label Sinnbus, in dessen feinem Rockmusik-und-Frickelstrom-Programm faktisch kein
Ausfall zu finden ist, erscheint das zweite Torchous-Album »Cut Your Plans«. Es gab eine
schöne Releaseparty dazu, mit einer aus gutem Grund gutgelaunten Band, schön aufgelegter
Nebenbeimusik und allerlei stylisch-klugem Sinnbus-Schnickschnack. Ich war auch da
und schön war’s.
Das Album zur Releaseparty: grandios. Keine schwache Minute. Immer kurz bevor man denkt,
dass man langsam mal »Na, langsam könnte mal was passieren« denken könnte, passiert etwas.
Etwas Neues und Aufregendes. Lautes, Leises. Gesang, Instrumentale, Kammerflimmern.
Krumm getaktete Stücke, Melodien von enormer Größe, laute Schreie, ausufernde Popsongs. »Forensik«,
»Sneak«, »Straight Story« - Hits, liebe Freunde, ich könnte es fast schwören. Das hier ist nicht
die Musik, die man in der Schublade mit den jungen, aufstrebenden, echt irgendwie interessanten
Bands ablegt, aus der man sie nur selten und in »Was hab ich da eigentlich noch für CDs«-Momenten
hervorkramt. Das hier ist grandiose Rockmusik mit Gitarren und allem, das ist Emoredefinition.
Ein Album, von dem man sich jahrelang ernähren kann.
Und wenn man dann schon völlig verloren und überrumpelt und überzeugt ist, wenn man schon
mit dem Gefühl angenehmer Erschöpfung im Sessel/auf der Tanzfläche zusammensinken möchte,
dann kommt »Neus«. Ein Lied, das Sterne explodieren lässt. Das man immer und gerne
hören wird, noch immerer und gerner als den Rest des Albums. Wenn das denn möglich ist.
(9.0 Punkte von 10)
[sebastian cleemann | echos online]
LINKS:
www.myspace.com/torchous
COVERPICTURE:
cover 72 dpi (59 kb)
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