torchous - Neus - 05:28 min mp3
kate mosh - two - 04:49 min mp3
das zuckende vakuum - überflieger - 07:21 min mp3
seidenmatt - take you in eight - 05:24 min mp3
delbo - robert - 03:45 min mp3
monotekktoni - joe 5 - 06:02 min mp3
rotor - neoplan - 04:41 min mp3
beach - jewel - 06:36 min mp3
x.m. (kamas) - sun or moon - 05:59 min mp3
nyornaquenz - wo sie sich bewegt - 08:05 min

sold out

transport coverphoto

Man nehme eine Gruppe aus Leuten, die sich wahrscheinlich schon ewig kennen, bilde eine Glaubensgemeinschaft - basierend auf (Er)Leben von Musik - und finde Proberäume in Berlins Osten, wo man abends sicher Fuchs und Hase begegnen würde, wenn es nicht immer so spät geworden wäre. Dann hört man hinter verschlossenen Türen und dem vertrauten Proberaumgeruch, was passieren kann, wenn Menschen versuchen Musik neu zu definieren - ohne dem Zwang anders sein zu müssen zu unterliegen. 10 Bands wurden scheinbar wahllos zusammengewürfelt um eines gemeinsam zu haben - die Findung auf der Transport Compilation, wobei sinnbus - die Glaubensgemeinschaft - ihrem Namen alle Ehre macht, denn dieser Ball ist wahrlich rund. Aus zwei Perspektiven lässt sich eben benannter nun betrachten: aus der Draufsicht und der Ansicht - ergo: wenn er einem entgegenbrettert. Von oben sind das alles Bands, die so unterschiedliche Musikrichtungen einschlagen, dass der Schein entsteht, die Vielfalt der Nähte und Flickengröße wird kein rundes Ergebnis zu Tage tragen. Der Anstoß aber ist eine brachiale Wand made of sound. Was daran anders ist? Die Abkehr von Klang und Harmonie, wie sie Indie, Post- oder Emorocker normalerweise tätigen. Der Abstand, den alle sinnbus Bands zur direkten Umwelt haben tut ihnen gut - man erinnere sich an the Notwist oder Slut, die durch ihr Provinzentum einen eigenen Sound kreieren. Sätze ala das klingt doch wie... drängen sich weder bewusst noch unbewusst auf. Spartendenken verboten! Menschen, die sich keine Songnamen merken können, wie ein guter Freund von mir, sagen immer: »Nummer 1 und 4 find ich echt gut«. Den Transport Sampler an drei Freunden gegeben, wird man mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit von jedem andere Zahlen genannt bekommen. In diesem Sinne kann man unter sampler@sinnbus.de jene Nummern angeben und nachfragen, welche Menschen sich dahinter verbergen. Ohren auf und durch!

You take a group of people that most likely have known each other for ages. You form a denomination based on living with and for music. You find rehearsal rooms in East Berlin, in the middle of nowhere. Behind closed doors and absorbing that familiar rehearsal room smell you will then hear what happens when people try to redefine music - ignoring any obligations to be different. A conglomerate of bands seems to have been put together randomly, making them have one thing in common - their appearance on the Transport Compilation. And sinnbus - said denomination - lives up to its name, as it composes an elaborate work of art that may be viewed from two different angles: From the top view it's a collection of bands so thoroughly different from each other that it makes a homogeneous compilation hardly imaginable. But once it blasts off in your direction, it's a brute wall made of sound. So where is the difference? It's in the turning away from sounds and harmonies so common among indie-, post- or emo-rockers. The distance all the sinnbus bands keep from their direct surroundings does them good - remember the Notwist or Slut, bands that created a unique sound out of their provincial backwater. You won't find sentences of the »hey, this sounds like...«-type in your head. No stereotyped thinking! People who are unable to remember song titles always say: »I like songs one and four.« Give this compilation to three of your friends, they will all give you different numbers. And that is why you can submit these numbers to sampler@sinnbus.de and inquire about the people behind them. Open your ears and plunge right into it!


PRESS COMMENTS:

Achtung! Hier kommt etwas ganz Feines. Zugegeben, die Idee ist nicht gerade neu, aber bei Beteiligung der richtigen Partner immer wieder charmant. Hinter Sinnbus Records steht ein Netzwerk von Leuten, die in Berliner Hinterhöfen an eigener Musik, abseits vom Mainstream, arbeiten. Sie tun dies mit Liebe und Enthusiasmus und die Ergebnisse können sich hören lassen. Neben bereits etwas bekannteren Acts wie Delbo, finden sich hier einige Berliner Lokalmatadoren, die auch das Zeug hätten, den Rest der Republik zu beglücken. Kate Mosh zum Beispiel, deren zuckersüsser Indie-Pop voll überzeugt oder Das zuckende Vakuum, eine Band die vor allem durch die ausdruckstarke und ein wenig an PJ Harvey erinnernde Stimme von Sängerin Tonia Reh besticht. Auch in Form ihres Elektro-Projekts Monotekktoni macht diese übrigens eine überzeugende Figur. Experimentell und mutig und sicherlich das Gegenteil von musikalischer Langeweile. Wie der ganze Sampler. Aber hört selbst!
[Gästeliste.de | Carsten Wilhelm | 09/02]

...An alle Liebhaber der selbstgebackenden Kuchen und des handgemachten Rocks: Es tut sich wieder was im Land der E-Gitarren, und selbst das elektronik-verliebte Berlin schnallt sich ganz gern einmal die Klampfe um. Und tatsächlich, der neue Nischen-Indi- Postrock- oder sonstwas-Rock der next Generation kann sich hören lassen. Das meinen auch die ambitioniert- en Kulturreisenden des sinnbus-Labels, die nun mit einer hauseigenen Compilation ihren Überzeugungen ein wenig mehr Öffentlichkeit verschaffen wollen. Löblich das, denn die versammelte Elite urbaner Hinterhof-Combos hat mächtig den Finger am Abzug, wenn es heißt, Schräges mit Harmonischem zu kombinieren, Elektrisches in Schönheit zu verpacken und dem Muff des Abgeklärten-Linaren ein wenig in den Hintern zu treten... Da darf es auch schon mal ein wenig wehetun...
[Guide Berlin | RK | 07/02]

...sinnbus ist keine Ansammlung von Dilettanten, die Ihren Nichtsachverstand als Kunst zu verkaufen versuchen. Vielmehr sind sie gewillt Qualität abzulenken und den Details Aufmerksamkeit zu schenken; wie nicht zuletzt der soeben erschienene Sampler »transport«, sowie ihre feinen Veranstaltungen beweisen....
[goon#2| Kurt Mohr | 07/02]

der sampler sinnbus ... transport bietet zehn bands aus berlin die möglichkeit an die öffentlichkeit zu gehen. so finden sich nicht ganz unbekannte und total unbekannte bands auf der sinnbus cd wieder. die bands zeigen, dass die berliner indiewelt einiges mehr als nur elektropop und verfrickelte elektronika zu bieten hat. sinnbusrecords kümmert sich auf seiner ersten veröffentlichung liebevoll um die berliner indiegitarrenfraktion. mal poppig (kate mosh, delbo) und dann auch instrumental & experimentell (seidenmatt, rotor). der sampler hat gute und durchwachsende momente. die auswahl der bands und das sinnbuskonzept ist stimmig , und so ist auf jeden fall ein guter start für das label geglückt. es bleibt nun abzuwarten ob sich das label als eine veröffentlichungsplattform für beliner gitarrenmusik im weitesten sinne bewähren kann. erwähnenswert und herausragend ist auf jeden fall noch das projekt monotekktoni. hier verschmilzen lediglich sound und vocals zu einem hypnotischem klanggebilde. (übrigens ohne gitarre). wer will kann mit sinnbusrecords nr.1 auf entdeckungsreise gehen.
[persona non grata no.56 | micha]

...sinnbus transport der einen überblick über die absichten des noch ganz jungen berliner labels sinnbus bietet. gemeinsam ist den stücken von bands wie dem zuckenden vakuum, torchous und delbo eine betonung auf das rhytmische in der gitarrenmusik. wer gerne den glauben an ostberliner proberäume (zurück)erlangen möchte ist hie gut versorgt.
[spex #256 10/02 | jan niklas jansen]

... Auf der »Transport«-Compilation von sinnbusrecords präsentieren zehn Berliner Bands ihre Songs. Konzept dahinter? Man kennt sich, und man teilt die Proberäume miteinander. Hier passt alles zusammen. Hauptsächlich stilvolle Gitarrenmusik, mal etwas Emo, mal etwas Pop, mal auch ein bißchen Elektronik. Insgesamt sehr schön, auch wenn Monotekkoni mit ihrem »Joe 5« ein bißchen zu drogenlastig rüberkommen und der Sänger von Beach etwas zu sehr wie ein knödelnder Eddie Vedder klingt. ... Dennoch geht der »sinnbus«-sampler als eindeutiger Sieger hervor. Eins zu Null für Berlin (mal wieder ...)
[intro 10/02 | daniel decker]